Fiat Autonomy - trotz Behinderung mobil

Behindertengerecht ausgestattete Fahrzeuge erlauben fast jedem das Autofahren

Es gibt die verschiedensten Gründe für Behinderungen. Viele Menschen werden bereits damit geboren und bei zahlreichen anderen sind sie das Ergebnis von Krankheiten oder Unfällen, zu denen heute immer öfter auch Unfälle bei Extremsportarten gehören. Oft ist es auch das Auto, durch das oder in dem man so schwer verletzt wird, dass es zu ernsten Einschränkungen der persönlichen Mobilität kommt. Aber es ist in vielen Fällen wiederum das Auto, das dazu beitragen kann, dass man neue Mobilität gewinnt, ja sogar in die Lage versetzt wird, einen Beruf auszuüben. Denn im Prinzip gibt es heute kaum eine körperliche Einschränkung, die es verhindern könnte, ein Auto sicher zu lenken – vorausgesetzt es ist entsprechend ausgerüstet. Geeignete technische Lösungen zu entwickeln, umzusetzen und anzubieten hat sich Fiat mit seinem Programm „Autonomy“ zum Ziel gesetzt.

Vier Schwerpunkte – vier spezielle Partner

Bereits 1994 hatten die Italiener erstmals ein Autonomy-Programm mit einer Auswahl speziell ausgerüsteter Fahrzeuge für Behinderte aufgelegt. Nun präsentiert sich das Autonomy-Prrogramm ausgedehnt auf die gesamte Fahrzeugpalette und neu strukturiert nach vier Schwerpunkten: Fahrhilfen für Behinderte, die keine aufwändigen Umbauten brauchen, Individuallösungen mit speziellen Umbauten, Speziallösungen für Schwerstbehinderte mit komplexen Umbauten und Umbauten von Fahrzeugen für den Behindertentransport sowohl individuell als auch durch Fahrdienste. Für jeden dieser Schwerpunkte kooperiert Fiat mit exakt darauf spezialisierten Partnern.

Fahrhilfen von Veigel

Handbedienungen, Lenkhilfen, Pedale, Sitze oder sonstige Lösungen für körperlich eingeschränkte Kraftfahrer und damit Fahrhilfen aller Art entwickelt und produziert seit 2000 der im Künzelsau ansässige Spezialist Veigel GmbH. Unter dem Motto Freiheit durch Mobilität hat Veigel eine breite Palette so genannter Rehamotive-Produkte entwickelt, die man nun im Rahmen von Fiat Autonomy bereits im Car Configurator ordern kann, so dass man sie bereits mit Auslieferung des Fahrzeugs bekommt. Entwickelt wurden diese Fahrhilfen zum einen unter dem Aspekt eines leichten Einbaus ohne große Änderungen am Fahrzeug, zum andren nach der Maßgabe, dass sie sowohl eine bequeme als auch eine sichere Bedienung das Fahrzeugs erlauben

Individuallösungen von der REHA Group

Seit fast drei Jahrzehnten als marktführender unabhängiger Fahrzeugumrüster erfolgreich tätig ist die REHA Group Automotive in Hilden. Für alle, die ihr Fahrzeug krankheits-, alters- oder unfallbedingt nur eingeschränkt nutzen können, bietet sie individuell angepasste Mobilitätshilfen an. Art und Umfang der speziell auf die Ansprüche das Fahrzeuglenkers zugeschnittenen Umbauten werden in einem ausführlichen Beratungsgespräch in einem Fiat Autonomy Center ermittelt und dann von der REHA Group, die in Deutschland an sieben Standorten vertreten ist, umgesetzt. Dank des dichten Niederlassungsnetzes gewährt sie zudem eine bundesweite Mobilitätsgarantie rund um die Uhr.

Speziallösungen von Paravan

Selbst schwerstbehinderte Menschen können heute sicher ein Auto steuern. Das allerdings verlangt ganz spezifisch auf die jeweilige Behinderung abgestimmte Speziallösungen, die in der Regel mit aufwändigen Fahrzeugumbauten verbunden sind. Über umfangreiche Erfahrungen auf diesem Sektor verfügt das 1997 gegründete und seitdem vielfach ausgezeichnete in Pfronstetten-Aichelau ansässige Unternehmen Paravan. Das findet auch für extremste Behinderungen Lösungen, mit denen man dann mit Hilfe des Autos wieder mobil werden kann, unter anderem auch, indem man es vom Rollstuhl aus steuert.

Behindertentransporter von AFM Bruns


Für die Fälle, in denen man wegen einer Behinderung ein Fahrzeug nicht mehr selbst lenken kann, bietet sich immer noch die Chance, mit einem speziellen Transportfahrzeug für Behinderte zumindest begrenzte Mobilität zu gewinnen. Spezialisiert auf den Umbau von Fahrzeugen zum Behindertentransporter sowohl für den privaten als auch den gewerblichen und kommunalen Bereich ist das in Europa auf diesem Gebiet seit vier Jahrzehnten führend tätige Unternehmen AMF Bruns in Apen. Dessen Angebot reicht von verschiedenen Liftsystemen über Absenksysteme für Kleinbusse und Pkw bis hin zu klapp- und faltbaren Aluminiumrampen sowie TÜV-geprüften Rollstuhlhalterungssystemen.

Schon 31 spezialisierte Autonomy Center

Kontakt zu diesen Spezialisten aufnehmen können Behinderte bei Fiat zwar grundsätzlich über jeden Händler. Doch Fiat empfiehlt, sich nach Möglichkeit an einen als Autonomy Center ausgewiesenen Händler zu wenden. Deren speziell ausgebildete Mitarbeiter können nicht nur kompetent beraten, was Fahrzeuge, deren Umbauten und deren Bedienung angeht. Sie beraten auch bei der Finanzierung, der Wahl eines Kostenträgers, in Fragen der Führerscheinanpassung und der Formulierung der verschiedensten Anträge, die für Beihilfen, Unterstützungen und viele andere Maßnahmen von Behinderten gestellt werden müssen. Mit soeben 15 neu ausgewiesenen Autonomy Centern hat sich deren Zahl inzwischen auf 31 erhöht.

Eigene Website und eigenes Magazin

Für sein neues Autonomy Programm hat Fiat unte www.fiat-autonomy.de eine eigene Website eingerichtet. Auf der findet man zusätzlich zu allen Informationen über das Programm und die beteiligten Partner auch eine Vielzahl von Links zu verschiedenen Aspekten der Mobilität für Behindert von Magazinen über Sport, Reisen, Wohnen und Auto bis zu Foren. Und als Abrundung des neuen Programms hat man schließlich unter dem Titel „Autonomy“ ein Lifestyle-Magazin für Menschen mit körperlicher Einschränkung geschaffen, dessen soeben erschienene erste Ausgabe man über einen Link ordern kann.
Ingo von Dahlern/UnfallZeitung
Foto: Fiat

Von Ivd/UnZe am 01. März 2011, 10:06 Uhr veröffentlicht
Zuletzt bearbeitet am 01. März 2011, 23:18 Uhr
Thema: Behindertenmobilität



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