Mobil - und sehr unzufrieden

Ergebnisse der „Mobil in Deutschland“-Verkehrsumfrage

Der Online-Automobilclub „Mobil in Deutschland“ ging mit einer Umfrageaktion der Frage nach, wie Verkehrsteilnehmer über den Verkehr denken, was sie unbedingt ändern würden, was sie vermissen und was sie sich wünschen. 2019 Personen beantworteten die 26 Fragen. Die Ergebnisse zeigen viel Unzufriedenheit, hohe Erwartungen und auf weiten Strecken große Übereinstimmung in den wichtigsten verkehrsbezogenen Themen. Die Unfallzeitung fasst die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage zusammen.

Die Politik

Von Unzufriedenheit künden die Umfrageergebnisse, wenn es um die Interessenwahrnehmung der Verkehrsteilnehmer durch die Politik geht:

81 Prozent der Befragten meinen, dass Autofahrer viel bezahlen und wenig Gegenleistung bekommen. Im Klartext: die Politik tut nicht genug für deutsche Autofahrer. 60 Prozent der Befragten sind mit dem Zustand deutscher Autobahnen unzufrieden. Die Konsequenz: 74 Prozent der Befragten würde die Ökosteuer abschaffen.



Autobahnmaut

Fazit der Antworten: „Im Prinzip ja, aber ...“. Ein Ja für Maut, aber nur dann, wenn man selbst nichts zu zahlen braucht:

70 Prozent der Befragten votieren für eine Maut, wenn deutsche Autofahrer davon verschont bleiben. 60 Prozent der Befragten lehnen eine allgemein gültige Maut klar ab.



Tempolimit und Autobahnen

Ein Thema, an dem sich die Emotionen entzünden. Es gibt genug Autobahnen, auch wenn sie in teilweise schlechtem Zustand sind. Dennoch staut es viel zu oft auf deutschen Autobahnen. Was ist also die Lösung? Offenbar ist sie zumindest teilweise beim Überholverhalten der LKW zu suchen:

90 Prozent der Befragten sind gegen ein Tempolimit. 75 Prozent von ihnen wollen die LKW auf zweispurigen Autobahnen auf die rechte Spur verbannen und sie nicht überholen lassen.



Winterreifen

Ja bitte – vor allem, aber nicht nur für LKW. Es verwundert, dass das Thema politisch so wenig Präsenz hat:

90 Prozent der Befragten sind für eine Winterreifenpflicht für LKW, immerhin 85 Prozent meinen, auch PKW sollten im Winter entsprechend bereift werden.



Radarkontrollen

Kontrollen werden gerne hingenommen, wenn es nachweislich um die Sicherheit geht. Behörden und Polizei versichern zwar, dass die Radarkontrollen einzig der Verkehrssicherheit dienen, nur wird dies von so gut wie niemandem geglaubt:

68 Prozent der Befragten akzeptieren Radarkontrollen, wenn es dabei um die Sicherheit ginge. 95 Prozent der Befragten sind jedoch der Meinung, dass Radarkontrollen zwecks Förderung der öffentlichen Kassen da sind.




Quelle: Pressemitteilung der Mobil in Deutschland e.V.
© Mobil
© shockfactor - Fotolia.com

Von RobGal am 05. August 2010, 17:34 Uhr veröffentlicht
Thema: Politik



Themen:

Alle Themen (471)

Hinweis: Kombinieren Sie mehrere Themen miteinander, um nur Artikel anzuzeigen, die allen gewählten Themen entsprechen (Schnittmengen).


RSS

RSS Artikel
RSS Wissenswert



Unsere Partner:
VKSZentrales Nerven System - Hannelore Kohl Stiftung
MOTOR-TALK.de
VdVKA
Verein für Fahrzeugsicherheit Berlin e.V.
classic-car-tax