Neuer GTI erst ab 21 empfohlen

Nichts für Führerscheinneulinge

Vorbildliche VW-Kampagne: Neuer GTI wird erst ab weinem Alter von 21 Jahren empfohlen.

„Dieses Fahrzeug ist für Jugendliche unter 21 Jahren nicht geeignet“ – so weit wollte man bei Volkswagen in Anlehnung an eine von Kino und TV täglich zu hörende Empfehlung bei der Golf-GTI-Kampagne „Ab 21 Jahren“ nicht gehen. Denn man kann, wie Sebastian Vettel als „shooting star“ der Formel-1-Szene beweist, auch unterhalb dieser magischen Grenze selbst schnellste Autos sicher im Griff haben. Aber nur, wenn man früh genug damit begonnen hat, das zu üben. - Ausreichend Übung braucht jeder, der sich ans Steuer setzt. Und selbst wer seine Fahrschule mit Bravour bewältigt hat, weiß über den Umgang mit starken und schnellen Autos so gut wie nichts. Dennoch könnte nichts einen Führscheinneuling daran hindern, in einen neuen Golf GTI mit seinem 210-PS-Turbomotor zu steigen und einen 240-km/h-Ritt über die Autobahn zu wagen.

Und da die VW-Ingenieure ein Höchstmaß an Sicherheit in dieses Auto gebaut haben, die selbst grobe Fahrfehler korrigiert, kommt er nicht nur sicher zurück, sondern vielleicht auch noch mit dem ersten Eindruck, dieser rassige Sportler sei doch gar nicht so schwer zu beherrschen. Ein gefährlicher Trugschluss. Doch wenn ihm dass in einer gefährlichen Fahrsituation plötzlich bewusst wird, ist es für eine Korrektur dieser Ansicht viel zu spät – und das für viel zu viele junge Fahrer leider endgültig, wie die Unfallstatistik zeigt.

Deshalb geht Volkswagen mit seiner jetzt gestarteten GTI-Kampagne „Ab 21 Jahren“ aus der Sicht von UnfallZeitung.de einen vorbildlichen Weg. Denn neben dieser Empfehlung wird auch gleich die überzeugendste Lösung angeboten. Und die heißt: „ Erst Fahrsicherheitstraining, dann GTI fahren.“ Für Käufer unter 21. ist dieses kostenlose Training gewissermaßen „Serienausstattung“ – ältere Käufer erhalten es zu Sonderkonditionen.

Übrigens – ganz neu ist die Idee, zum neuen Fahrzeug auch gleich ein Sicherheitstraining anzubieten nicht. Denn fast auf den Tag genau vor 15 Jahren machte Ford in Deutschland erstmals ein vergleichbares Angebot, wie dieser Text aus dem Archiv des Autors belegt. Offenbar war die Zeit damals aber noch reif für solche Ideen, denn Ford musste schnell erkennen, dass das damals wegweisende Angebot leider nicht akzeptiert wurde.

Wie damals schon ist der Autor auch heute der festen Überzeugung, dass Fahrsicherheitstrainings eigentlich zum Pflichtprogramm für jeden Fahrer gehören sollten. Und so gehört es zum Programm von UnfallZeitung, immer wieder auf die aktuellen Trainingsangebote hinzuweisen. Deshalb nutzen wir die Gelegenheit, hier noch einmal auf unsere aktuellen Beiträge zu diesem Thema für Autofahrer ebenso wie für Motorradfahrer zu verweisen.

Ingo von Dahlern/UnZe

Von Ivd/UnZe am 24. April 2009, 08:58 Uhr veröffentlicht
Zuletzt bearbeitet am 16. November 2009, 17:44 Uhr
Themen: Fahranfänger | Hersteller | Sicherheit | Training



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