Schnäppchen oder Reinfall?
Autokauf im Internet
Online-Einkäufe sind allgemein eine risikoreiche Angelegenheit. Die Zahl betrogener Kunden, die ihr Kaufglück im Internet gesucht hatten, geht laut Bundeskriminalamt in die Millionen. Sicher, man findet sehr preiswerte Gebrauchtwagen im Internet. Aber hinter scheinbar einmalig preisgünstigen Angeboten stehen nun mal häufig Betrüger.
Wer nach einem Totalschaden preisgünstigen Ersatz für seinen zu Schrott gewordenen Wagen sucht, landet häufig auf Online-Plattformen im Internet mit einem riesigen Aufgebot an Gebrauchtfahrzeugen. Eine bequeme Sache ist das, wo bekommt man schließlich so viele Angebote, ohne dass man sich vom PC wegbewegen müsste? 90 Prozent aller Gebrauchtwagen werden (ausschließlich oder auch) online angeboten.
Unsere Empfehlung lautet dennoch: Kaufen Sie ihren neuen Gebrauchten lieber bei einem autorisierten Fachhändler. Zu zahlreich sind die Gefahren durch Betrügereien im Internet. Wer sein Glück trotzdem online versuchen will, für den haben wir die typischen Fallstricke und die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen für den Online-Autokauf zusammengestellt.
Ausländische Anbieter
Im Falle eines Falles ist es schwierig bis unmöglich, Rechte im Ausland geltend zu machen. Welches nationale Recht gilt, welches Gericht zuständig ist und wie es mit der Vollstreckbarkeit im Ausland bestellt ist – das sind heikle Fragen, die ohne Anwälte kaum und mit Hilfe von Anwälten auch nicht einfach zu lösen sind.
Seriosität und Transparenz
Seriöse Anbieter geizen nicht mit ihren Daten. Bei Firmen mit eigener Webseite sollte das Impressum vorhanden und Namen sowie Erreichbarkeit der verantwortlichen Person(en) enthalten. Bietet Ihnen jemand ein Auto an und gibt über sich nichts außer einer E-Mail-Adresse preis, lehnen Sie lieber dankend ab.
Keine Vorkasse!
Etwa 40 Zahlungsarten sind im Internet möglich. Welcher auch immer Sie den Vorzug geben: Zahlen Sie niemals im Voraus! Die virtuellen Marktplätze prüfen weder Identität und Bonität von Käufern und Verkäufern noch die Existenz der Ware. Auch der ADAC empfiehlt, den Kaufpreis erst dann zu entrichten, wenn Sie die Wagenpapiere und den Schlüssel in der Hand halten.
Vorsicht Fälschungsgefahr!
Trauen Sie keinen amtlichen Dokumenten wie zum Beispiel einer Zulassungsbescheinigung, wenn Sie eine Kopie per E-Mail erhalten. Dokumente können mit Hilfe eines Fotobearbeitungsprogramms leicht geändert oder überhaupt gefälscht werden. Nichts geht über ein persönliches Treffen zur Besichtigung und Einsicht in die Papiere.
Schützen Sie Ihre Daten!
Informationen und Daten zum Versicherungsverhältnis sollten nicht im Internet bekannt gegeben werden. Aus diesem Grund müssen auf Fotos von Kraftfahrzeugen die Kfz-Kennzeichen unkenntlich gemacht werden. Seien sie grundsätzlich immer auf der Hut, wenn ein vertrauenswürdig erscheinender Absender die Bekanntgabe von Daten und/oder Passwörtern verlangt. In den meisten Fällen handelt es sich um Phishing.
Keine Bestätigung des Kaufvertrags per E-Mail!
Hier gilt, dass eine solche Bestätigung rechtlich gültig und daher im Zweifelsfall vor Gericht Bestand hat. Aus diesem Grund sollte man sehr darauf achten, dass man beim Schreiben auf den vollständigen Sachverhalt Bezug nimmt und den Zweck der E-Mail im Betreff klar benennt. Um eventuelle Streitigkeiten zu klären, sollte der gesamte E-Mail-Verkehr zwischen Verkäufer und Interessenten sorgfältig aufbewahrt werden.
Fotos:
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Von RobGal am 13. Februar 2011, 17:35 Uhr veröffentlicht
Zuletzt bearbeitet am 14. Februar 2011, 00:56 Uhr
Thema: Autokauf
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