Sicherheitstraining als „Serienausstattung“
Dazu entschloss sich Ford schon 1994
Schon 1994 hat Ford das Sicherheitstraining für alle Modelle zur „Serienausstattung“ erklärt.
Der Fahrer-Airbag, Gurtstopper für die höhenverstellbaren Gurte und ein Seitenaufprallschutz gehören heute bereits beim kleinsten Modell von Ford, dem Fiesta, zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung. Und wer will, kann sich auch dieses Modell mit einem Beifahrer-Airbag und einem ABS ausrüsten. Damit leistet Ford mit Blick auf die Sicherheit auch in der kleinsten Klasse Pionierarbeit.
Doch auch das sicherste Auto verlangt, daß sein Lenker es jederzeit fest im Griff hat. Und dazu gehört es, daß man auch die typischen Reaktionen des eigenen Fahrzeugs in kritischen Situationen kennt. Schon oft haben wir an dieser Stelle über Sicherheitstrainings berichtet, bei denen man solche Fertigkeiten sowie Gefahrenbremsungen, schnelles Ausweichen, Stabilisieren eines ausbrechenden Fahrzeugs, Bremsen in der Kurve und die richtigen Verhaltenweisen bei überraschend auftretendem Glatteis, bei Aquaplaning und in manchen anderen Gefahrensituationen lernt.
Zahlreiche Hersteller und Verkehrssicherheits-Verbände sowie Automobilclubs bieten solche Sicherheitstrainings inzwischen auf freiwilliger Basis an. Ford geht nun einen Schritt weiter. Denn das Sicherheitstraining gehört hier künftig gewissermaßen mit zur „Serienausstattung“ eines jeden neuen Modells.
Etwa sechs Wochen nach der Neuzulassung erhält man einen Gutschein für ein solches Training, für das derzeit 50 Übungsplätze in allen Bundesländern zur Verfügung stehen. Der Gutschein gilt ein Jahr, so daß man zuvor ausreichend Gelegenheit hat, sich mit dem neuen Fahrzeug im normalen Alltagsbetrieb vertraut zu machen. Diese Frist ist auch mit Blick darauf wichtig, daß viele Neuwagenkäufer davor zurückscheuen, mit dem teuer erworbenen neuen Auto sofort auf eine Trainingsstrecke zu gehen.
Doch solche Furcht ist unbegründet. Denn Kratzer oder gar Beulen bei Sicherheitstrainings sind die seltene Ausnahme. Gefährdet sind allenfalls die Reifen. Aber diese Gefahr kann man mit naß gemachten Fahrbahnen bei Bremsmanövern vermeiden. Man sollte also bei allem Verständnis dafür, daß man das neue Auto nicht beschädigen möchte, solche Widerstände überwinden und auf dem eigenen Fahrzeug üben.
Das ist die beste Vorsorge gegen eine Kollision oder einen Ausflug in den Straßengraben, den man sonst nur deshalb nicht vermeiden konnte, weil man nicht wußte, wie einfach sich das eigene Auto selbst dann noch abfangen läßt, wenn die Situation für einen Betrachter von außen bereits extrem gefährlich aussieht.
ivd
Von Ivd/UnZe am 24. April 2009, 08:57 Uhr veröffentlicht
Zuletzt bearbeitet am 16. November 2009, 17:45 Uhr
Themen: Hersteller | Sicherheit | Technik | Training | Zeitmaschine
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