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Dieselprämien und Rabatte: Die Preisnachlässe steigen
Hersteller steuern bereits gegen und reduzieren ihre Rabatte

RobGal

Im Gefolge des ersten Dieselgipfels von Staat und Industrie, der wegen der Abgastäuschungen der Industrie und der gesundheitlichen Belastungen in den Städten abgehalten werden musste, bieten die meisten Autohersteller eine Diesel-Abwrackprämie an, die in der Regel wie folgend aussieht.
Wer seinen Selbstzünder mit älterer Euronorm zurückgibt und dafür bei der gleichen Marke ein emissionsarmes neues Gefährt kauft, erhält einen Zuschuss von mehreren tausend Euro. Die Folge ist nun aber, dass das allgemeine Rabattniveau auf dem Neuwagenmarkt in ungewohnte Höhe getrieben wird.

So lässt sich beispielsweise ein Škoda Octavia oder ein VW Passat mit Händlerrabatt und Umtauschprämie für einen Preis erwerben, der 46 Prozent unter dem Listenpreis liegt. Aber auch ein Audi 4 Avant, Ford Fiesta, Seat Leon oder VW Golf können mit einem Nachlass von 40 Prozent erstanden werden. Dies steht dem tendenziellen Fall der Rabatte entgegen und gleicht ihn mehr als aus. Was bereits einige Hersteller zu Reaktionen veranlasste. Beispielsweise kürzten Hyundai und Renault ihre regulären Rabatte für wechselbereite Dieselkunden, womit die Vorteile für die Käufer gegenüber den Vormonaten schrumpfen.

Ebenso lag der durchschnittliche Preisnachlass bei Internetvermittlern ohne Dieselrabatt im August bei 19,2 Prozent und damit 1,5 Prozentpunkte niedriger als im Juli. Im selben Zeitraum sank auch der Anteil der Eigenzulassungen von Händlern und Herstellern von 29,7 auf 26,4 Prozent.

Unter dem Strich stieg der nachlassbedingte Preisvorteil durch die Wirkung der Dieselrabatte vom Juli zum August von 14,1 auf 15,8 Prozent.
Der Wettbewerb hat scheinbar kein Ende.
Quellen
    • Text: Olaf Walther (Kb)
    • Foto: lassedesignen - Fotolia.com