OLG Stuttgart zur Aufklärungspflicht bei Entfernen vom Unfallort bei der Vollkaskoversicherung

OLG Stuttgart Urteil vom 16.10.2014 – 7 U 121/14 –

Der Kläger war zum Unfallzeitpunkt bei der beklagten Vollkaskoversicherung mit einer Selbstbeteiligung von 500,-- € versichert. Dem Versicherungsvertrag lagen die AKB 2008 der beklagten Versicherung zugrunde. Diese AKB enthielten die Bedingungen, dass der Versicherte verpflichtet ist, der Versicherung jedes Schadensereignis, das zu einer Leistungspflicht für die Versicherung führen kann, binnen einer Woche anzuzeigen. Der Versicherte ist verpflichtet, alles zu tun, was einer Aufklärung des Schadensereignisses dienen kann. Das bedeutet unter anderem, dass der Versicherte den Unfallort nicht erlassen darf, ohne die erforderlichen Feststellungen zu ermöglichen. weiterlesen

Von RFWW am 29. Dezember 2014, 12:37 Uhr veröffentlicht
Themen: Kasko | Unfall | Urteile | Verkehrsrecht

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Bruch der Kunststoffscheibe beim Cabrio unterliegt auch der Glasbruchversicherung

AG München Urteil vom 21.5.2014 – 271 C 4878/14 –

Der spätere Kläger ist Eigentümer eines Daimler-Benz 280 SL Cabrio, das erstmalig im Dezember 1997 zugelassen wurde. Es besteht eine Teilkaskoversicherung bei der späteren beklagten Versicherung. Anfang 2012 machte der Kläger bei der Beklagten einen Glasbruchschaden bei der Kunststoffscheibe des Verdecks geltend. Die Reparaturkosten für die Erneuerung der gebrochenen Scheibe beliefen sich auf 1.856,40 €. Diesen Schadensbetrag verlangte er von der Teilkaskoversicherung ersetzt zu bekommen. Die Teilkaskoversicherung lehnte eine Regulierung ab. Sie gab als Begründung an, dass es sich bei dem Bruchschaden um einen reinen Verschleißschaden handelt. Die Klage vor dem Amtsgericht München blieb ohne Erfolg. weiterlesen

Von RFWW am 29. Dezember 2014, 12:14 Uhr veröffentlicht
Themen: Kasko | Urteile | Verkehrsrecht

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AG Bochum: Unfallverursacher trägt das Werkstatt- und Prognoserisiko

AG Bochum Urteil vom 9.12.2014 – 68 C 305/14 –

Der spätere Kläger wurde in einen unverschuldeten Verkehrsunfall verwickelt, der durch den Fahrer des bei der beklagten Kfz-Haftpflichtversicherten Kraftfahrzeuges verursacht wurde. Nach dem Unfall beauftragte der Geschädigte einen anerkannten Kfz-Sachverständigen mit der Erstellung des Schadensgutachtens. Der Kfz-Sachverständige kalkulierte in seinem Schadensgutachten auch Reinigungskosten nach durchgeführter Reparatur in Höhe von 42,50 € ein. Der Geschädigte beanspruchte im Zuge der Fahrzeugreparatur auch diese Kosten. Die eintrittspflichtige Kfz-Haftpflichtversicherung lehnte eine Regulierung ab. Sie war der Auffassung, diese Reinigungskosten seien bereits in den Arbeitszeiten der Herstellerrichtlinien zu den Lackierkosten enthalten. Der Geschädigte klagte vor dem örtlich zuständigen Amtsgericht Bochum. Der zuständige Amtsrichter H. der 68. Zivilabteilung des Amtsgerichts Bochum gab dem Kläger Recht. weiterlesen

Von RFWW am 23. Dezember 2014, 12:20 Uhr veröffentlicht
Themen: Unfall | Urteile | Verkehrsrecht | Werkstatt

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OLG Hamm zur Haftung der Stadt bei Beschädigung eines Pkw durch herabfallenden Ast

OLG Hamm Urteil vom 31.10.2014 – 11 U 57/13 –

Der spätere Kläger parkte im Mai 2012 seinen Mercedes-Benz-Pkw in einer Parkbucht am Sonnenplatz in Dortmund. Im Verlauf des Tages brach ein Ast von der am Straßenrand stehenden Linde ab und beschädigte das Dach des Personenkraftwagens des Klägers. Die Reparaturkosten beliefen sich auf rund 4.700 Euro. Diesen Betrag verlange der Geschädigte von der Stadt Dortmund. Er war der Meinung, dass diese ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt hat, weil der Baum nicht hinreichend kontrolliert wurde. Die Stadt Dortmund lehnte eine Haftung für den Schaden ab, da sie zwei Mal im Jahr den Baum einer Sichtkontrolle unterwarf. Vor dem Landgericht Dortmund wurde die Klage noch abgewiesen. Die Berufung des Klägers war jedoch erfolgreich. Der 11. Zivilsenat des OLG Hamm sah die Stadt Dortmund in der Pflicht. weiterlesen

Von RFWW am 23. Dezember 2014, 12:14 Uhr veröffentlicht
Themen: Parken | Sicherheit | Unfall | Urteile | Verkehrsrecht

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AG Fürstenwalde zu den erforderlichen Kosten der Reparaturbestätigung

AG Fürstenwalde / Spree Urteil vom 1.10.2014 – 26 C 180/14 –

Aufgrund eines Verkehrsunfalls, an dem die Geschädigte schuldlos war, beauftragte die Geschädigte einen qualifizierten Kfz-Sachverständigen mit der Erstellung des Schadensgutachtens. Aufgrund des Schadensgutachtens rechnete die Geschädigte fiktiv ab und reparierte den Unfallschaden in Eigenregie. Nach durchgeführter Reparatur ließ die Geschädigte durch den Schadensgutachter eine Reparaturbestätigung erstellen. Dafür berechnete der Gutachter 131,73 €. Die Kosten für das Schadensgutachten hatte die eintrittspflichtige Kfz-Haftpflichtversicherung in voller Höhe erstattet. Die Parteien streiten über die Kostentragung der Reparaturbestätigung durch die Kfz-Haftpflichtversicherung des Schädigers. Die Klage vor dem Amtsgericht Fürstenwalde / Spree hatte Erfolg. weiterlesen

Von RFWW am 23. Dezember 2014, 12:08 Uhr veröffentlicht
Themen: Gutachterkosten | Reparatur | Urteile | Verkehrsrecht

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AG Frankfurt-Höchst zu den erforderlichen Abschleppkosten nach Unfall

AG Frankfurt a. M. - Außenstelle Höchst - Urteil v. 10.9.2014 – 385 C 1098/14 (80) –

Die spätere Klägerin wurde als Eigentümerin eines von ihr selbst gesteuerten Pkws am 7.3.2014 auf der Bundesautobahn A 66 in Höhe des Eschborner Dreiecks durch einen Auffahrunfall geschädigt. Das bei der HUK-Coburg haftpflichtversicherte Fahrzeug war in Folge zu geringen Sicherheitsabstandes auf das stehende Fahrzeug der Klägerin aufgefahren. Durch den Aufprall war das Fahrzeug der Klägerin schwer beschädigt worden. Es war nicht mehr fahrbereit. Die Klägerin beauftrage einen ortsansässigen Abschleppunternehmer, das Fahrzeug von der Unfallstelle abzuschleppen. Dafür berechnete er 483,13 €. weiterlesen

Von RFWW am 23. Dezember 2014, 12:04 Uhr veröffentlicht
Themen: Abschleppkosten | Schadenabwicklung | Unfall | Urteile | Verkehrsrecht

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AG Brandenburg zur Beweislast bei Schäden durch herabfallende Steine von Lkw

AG Brandenburg Urteil vom 18.7.2014 – 31 C 147/12 –

Das spätere Unfallopfer befuhr eine Bundesstraße Im Bundesland Brandenburg. Die Fahrerin fuhr mit ausreichendem Abstand zum vorausfahrenden Lkw. Dieser hatte auf der Ladefläche Betonbruchteile, Steine und Kiesel geladen. Die Ladung war nicht durch eine Plane gesichert. Nach Angaben der späteren Geschädigten fiel ein Stein oder ein ähnlicher Gegenstand von der Ladefläche und beschädigte die Frontscheibe ihres nachfolgenden Personenkraftwagens. Sie beanspruchte von der Kfz-Haftpflichtversicherung des Lkws Schadensersatz. Die Geschädigte ließ den Frontscheibenschaden reparieren und verlangte die Erstattung der Reparaturkosten in Höhe von 428,04 €. Die Kfz-Haftpflichtversicherung lehnte ab, so dass der Streit vom zuständigen Amtsgericht Brandenburg entschieden werden musste. Das Gericht sprach der Klägerin den Schadensersatzanspruch nicht zu. weiterlesen

Von RFWW am 23. Dezember 2014, 11:53 Uhr veröffentlicht
Themen: Anscheinsbeweis | Nutzfahrzeuge | Sicherheit | Unfall | Urteile | Verkehrsrecht

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AG Paderborn zu den Kosten der Lackangleichung nach Unfallreparatur

AG Paderborn Urteil vom 14.11.2014 – 50 C 169/14 –

Am 10.12.2013 ereignete sich auf dem Parkplatz des Südring-Einkaufs-Centers in Paderborn ein Verkehrsunfall. Die spätere Klägerin ist Halterin und Eigentümerin des Pkws Opel-Corsa. Am Unfalltag wurde er von der Tochter der Klägerin gefahren. Diese musste anhalten, weil vor ihr die beklagte Fahrerin mit einem bei der beklagten Kfz-Haftpflichtverssicherung versichertes Fahrzeug im Begriff war, links in eine Parkbox einzufahren. Sie fuhr dabei rückwärts frontal gegen den Opel der Klägerin. Die Geschädigte ließ den Unfallschaden bei der Fachwerkstatt reparieren. Dafür wurden der Klägerin 3.541,04 € berechnet. Das Fahrzeug befand sich in der Zeit vom 10.3. bis 20.3.2014 in der Werkstatt. weiterlesen

Von RFWW am 19. Dezember 2014, 14:41 Uhr veröffentlicht
Themen: Reparatur | Schadenabwicklung | Urteile | Verkehrsrecht | Werkstatt

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OLG Stuttgart zum Anspruch auf Invaliditätsleistungen und Krankentagegeld nach Unfall

OLG Stuttgart Urteil vom 7.8.2014 – 7 U 35/14 –

Der spätere Kläger rutschte beim Entladen von Ware aus seinem vor seiner Gaststätte abgestellten Pkw auf einer vereisten Stelle aus und fiel dabei auf die rechte Schulter. Beklagte ist die Unfallversicherung des Klägers. Nach einer kernspintomografischen Untersuchung wurde wegen des Verdachts auf eine Rotatorenmanschettenruptur an der rechten Schulter eine Operation durchgeführt. Dabei wurde ein Defekt der Rotatorenmanschette teilweise operativ verschlossen und die lange Bizepssehne durchtrennt. Der Raum unter dem Schulterdach wurde erweitert. weiterlesen

Von RFWW am 08. Dezember 2014, 16:35 Uhr veröffentlicht
Zuletzt bearbeitet am 09. Dezember 2014, 14:24 Uhr
Themen: Schadenabwicklung | Unfall | Verkehrsrecht | Winter

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AG Cuxhaven urteilt zur fiktiven Abrechnung und zu den Verbringungskosten

AG Cuxhaven Urteil vom 24.9.2014 – 5 C 90/14 –

Der spätere Kläger wurde am 8.6.2013 in einen Verkehrsunfall verwickelt, den der Fahrer des bei der später beklagten Versicherung versicherten Fahrzeugs schuldhaft verursachte. Der Geschädigte hatte nach dem Unfall ein Kfz-Sachverständigengutachten in Auftrag gegeben. Der Gutachter kam zu Reparaturkosten von netto 3.833,79 €. Die beklagte Kfz-Haftpflichtversicherung zahlte nur 3.175,49 €. Sie zog Verbringungskosten ab und rechnete die Reparaturkosten auf der Basis einer günstigeren Referenzwerkstatt ab. Der Kfz-Sachverständige hatte eine Wertverbesserung von 216,51 € angenommen. Die Klage hatte zum überwiegenden Teil Erfolg. Das Amtsgericht Cuxhaven führte eine Beweisaufnahme durch und hörte den Werkstattleiter. weiterlesen

Von RFWW am 04. Dezember 2014, 15:51 Uhr veröffentlicht
Themen: Fiktiver Abrechnung | Urteile | Verbringungskosten | Verkehrsrecht

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