Mazda 2: Verbesserungen unter dem schmucken Blechkleid
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RobGal -
12. Juli 2017 um 10:15 -
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Mazda hat in Deutschland derzeit allen Grund zur Zufriedenheit. In den ersten fünf Monaten des Jahres steigerten die Japaner ihre Zulassungen gegenüber dem Vorjahrszeitraum um 5,9 Prozent und sind nun zuversichtlich, bis Ende 2017 einen Marktanteil von mindestens zwei Prozent zu erreichen, woran sie im vergangenen Jahr noch gescheitert waren.
Hinter dem gerade erst neu eingeführten Kompakt-SUV CX-5 liegen in der markeninternen Hitparade der CX-3 (Mini-SUV) und der Mazda 2 fast gleichauf.
Deshalb war es auch nicht nötig, der dritten Generation des kleinen 2er im Rahmen eines „Updates“ für das Modelljahr 2017 ans schmucke Blechkleid zu gehen und irgendwelche Retuschen vorzunehmen. Vielmehr fand der Schwerpunkt der Überarbeitungen unter dem Blech statt. So erhielt der Fernost-Mini serienmäßig die aus dem Mazda 6 (Mittelklasse) und dem CX-5 bekannte Fahrdynamikregelung. „Durch gezielte, vom Lenkwinkel abhängige Eingriffe in das abgegebene Motordrehmoment“, so Mazda-Sprecher Jochen Münzinger bei der Vorstellung der überarbeiteten Mazda-2-Modelle, verbessert sie die Reaktion auf Lenkbefehle und verringert erforderliche Lenkkorrekturen. Weitere Modifikationen an Fahrwerk und Lenkung sorgen für mehr Stabilität und besseren Komfort. Zusätzliche Dämmungen reduzieren zudem die Geräuschkulisse. Im Innenraum wurde die Ablesbarkeit der Instrumente nachgeschärft und hochwertigere Materialien verwendet.
Nachgebessert haben die Ingenieure aus dem Land der aufgehenden Sonne auch bei der Sicherheit. So steht als Extra für bestimmte Versionen des Mazda 2 neben einer Müdigkeitserkennung auch eine Notbremse zur Verfügung, die Hindernisse beim Parken und Rangieren hinter dem eigenen Fahrzeug erkennt und entsprechend reagiert. Unangetastet blieb die Motorenpalette. Für den Mazda 2 steht ein 1,5-Liter-Benzindirekteinspritzer in drei Leistungsstufen zur Auswahl: mit 75, 90 und 115 PS (Normverbrauch: 4,5 bis 4,9 Liter Super auf 100 Kilometer, 105 bis 115 g/km CO2). Ebenfalls 1,5 Liter Hubraum weist der 105 PS starke Turbodiesel auf (3,4 Liter Diesel, 89 g/km CO2). Bei ersten Testfahrten mit dem durchzugsstarken Selbstzünder, der bereits bei 1.400 Umdrehungen der Kurbelwelle sein maximales Drehmoment von 220 Newtonmetern entfaltet, allerdings ermittelte der Bordcomputer auf einer Strecke mit hohem Autobahnanteil einen Verbrauch von 5,2 Liter Diesel auf 100 Kilometer (siehe „Im Detail“).
Den Einstiegspreis von 12.890 Euro für den 2er hat Mazda ebenso belassen wie die vier Ausstattungsniveaus Prime-Line, Center-Line, Exclusive-Line und Sports-Line. Dafür wurden speziell für das neue Modelljahr einige Sondermodelle aufgelegt. Sie tragen die Bezeichnungen „Kizoku“ (Benziner mit 75 und 90 PS) und „Kizoku Intense“ (Benziner mit 90 und 115 PS) und bieten laut Hersteller durch diverse Mehrausstattungen (unter anderem Touring-Paket mit Ein- und Ausparkhilfe hinten, Klimaautomatik, Sitzheizung vorn, Spurwechselassistent) einen Preisvorteil von 1.650 Euro.