News mit dem Tag „Umwelt“

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  • Abgasskandal und Fahrverbote: Die Dieselnachrüstung läuft an
    KBA genehmigt erstes Nachrüstsystem zur Abgasreinigung von Diesel-Pkw | Hersteller bei Softwareaktualisierungen in Verzug

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    Bundesregierung und Autohersteller sind bemüht, Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge zu vermeiden. Doch vor kurzem erst benannte der Berliner Senat acht besonders schadstoffbelastete Fahrstrecken aus, um Zufahrtsbeschränkungen zu verhängen. Er folgt damit Städten wie Frankfurt, Hamburg, Köln und Stuttgart, die ältere Diesel-Pkw mit einem hohen Ausstoß an giftigem Stickoxid (NOx) teils schon seit etlichen Monaten von einzelnen Straßen fernhalten, um die Luftqualität zu verbessern. Denn trotz der bisherigen Anstrengungen von Politik und Wirtschaft wurden die NOx-Grenzwerte 2018 in 57 deutschen Städten überschritten. Das waren nur acht Städte weniger als im Jahr zuvor.
  • Syn-Fuels: Benzin und Diesel aus grünem Strom
    CO2-neutral, weniger Feinstaub und NOx | Bundesregierung fördert Erforschung | Keine neue Motortechnik oder Infrastruktur erforderlich

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    Dem Bundesforschungsministerium ist die Erforschung und Entwicklung synthetischer Kraftstoffe (Syn-Fuels) zwanzig Millionen Euro wert. Mit diesem Betrag fördert Berlin das Projekt „Namosyn“ (Nachhaltige Mobilität durch Synthetische Kraftstoffe), in dessen Rahmen alternative Kraftstoffe für die Verwendung in Verbrennungsmotoren erforscht und in Benzin- und Dieselmotoren getestet werden.
  • Autogipfel: Vom Masterplan zur Masterpraxis?
    Große Herausforderungen und hoher Druck für Politik und Wirtschaft | „Autogipfel“ ergibt nur Ankündigungen zu Ladestationen

    Vor nahezu zehn Jahren begannen Bundesregierung und Autobranche gemeinsame Ziele zum Ausbau der Elektromobilität zu formulieren. Sie gaben ihrem Arbeitskreis den Titel „Nationale Plattform Elektromobilität“ und proklamierten, bis spätestens 2020 eine Million E-Fahrzeuge auf bundesdeutsche Straßen zu bringen. Ein Jahr vor dem Stichtag, zu Beginn dieses Jahres, waren allerdings erst 150.000 Elektro-Pkw zugelassen, eingerechnet die Plug-in-Hybride.
  • Durch den Teilchenbeschleuniger zur nachhaltigen Brennstoffzelle
    Kaum erforscht: Damit die Brennstoffzelle nachhaltig betrieben werden kann, muss die Wasserstoffherstellung erheblich verbessert werden | Flüssiger Kraftstoff aus Sonnenlicht und CO2

    Das Brennstoffzellenauto könnte die Lösung für die Probleme des batterieelektrischen Antriebs sein: Es ist – bis auf harmlosen Wasserdampf – genauso emissionsfrei, verfügt über eine deutlich bessere Reichweite und lässt sich genauso schnell auftanken wie ein Verbrennerauto. Tatsächlich befinden sich aber unter den 65 Millionen in der Bundesrepublik zugelassenen Fahrzeugen nicht einmal 400 Brennstoffzellenautos. Nur drei Autohersteller bieten ein Wasserstoffmodell in Deutschland an. Außerdem gibt es praktisch keine Ladeinfrastruktur für den benötigten Wasserstoff (H2), und die Sicherheit bei der Lagerung des leicht entzündlichen Wasserstoffgases ist offenbar auch noch nicht vollständig gewährleistet, wie sich eben erst in Norwegen zeigte, wo eine H2-Tankstelle aus bislang ungeklärter Ursache Feuer fing.
  • ÖPNV: Wovon der Erfolg von Roboter-Bussen abhängt
    Erste autonom fahrende sind bereits im Dienst, doch ist derzeit noch unklar, ob sie tragender Bestandteil des ÖPNV werden

    Es tut sich etwas im öffentliche Personennahverkehr. Es gibt inzwischen zahlreiche ÖPNV-Projekte, die den Schritt in die mobile Zukunft erproben. Für großes Interesse sorgen autonom fahrende, meistens elektrisch angetriebenen Minibusse, die häufig als Zubringer auf eher kurzen Strecken eingesetzt werden. Diese sogenannten Roboterbusse brauchen zwar keinen Fahrer mehr, zur Sicherheit ist zunächst noch ein Begleiter an Bord. Aus dem gleichen Grund fahren die Busse derzeit mit langsamer Geschwindigkeit ihre Touren, trotzdem entlasten sie den normalen Straßenverkehr.
  • DLR-Studie zu Mobilitätstrends und Klimaschutz: „Durchgreifende Maßnahmen sind nötig, aber nicht erkennbar“
    Studie: 2030 wird es nicht die nötigen zehn Millionen E-Autos geben, sondern nur 500.000, sofern sich an den Rahmenbedingungen nichts ändert | Sammeltaxis erhöhen Verkehr | Herausforderungen: alternative Antriebe, Güterverkehr und Mobilität auf dem Land

    Zehn Millionen Elektroautos bis 2030 sind für Verkehrsminister Scheuer (CSU) der erforderliche Beitrag des Verkehrsbereichs für den Klimaschutz. Davon ist die Bundesregierung jedoch noch etwas entfernt: Anfang des Jahres waren laut Kraftfahrt-Bundesamt 83.175 Elektro-Pkw auf den Straßen unterwegs. Großzügig gerechnet ist eine Verhundertfachung in weniger als elf Jahren nötig, will man die Zehn-Millionen-Marke rechtzeitig erreichen. Doch wenn Regierung und Unternehmen so weitermachen wie bislang, wird es selbst im Jahr 2040 nicht einmal eine halbe Million Elektro-Pkw geben, wie eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ergab. „Mit diesen Werten werden wir die Klimaziele nicht erreichen“, sagte halb sarkastisch, halb warnend Professor Barbara Lenz, die Leiterin des DLR-Instituts für Verkehrsforschung, bei der Präsentation ihrer Untersuchung Mitte Mai.
  • Auto-Abo: Der Flirt mit anderen Automarken
    Immer weniger Autofahrer setzen auf den traditionellen Autokauf | Nach Bedarf nutzen statt besitzen

    Auf Carsharing, Auto-Abos und andere Angebote, sich ein Fahrzeug zu mieten, fahren immer mehr Autofahrer ab. Vor allem jüngeren ist nicht so wichtig, ein Auto zu besitzen, sie wollen es lieber nach Bedarf nutzen. Wie eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Puls ergab, sieht nur noch jeder fünfte Autokäufer seine Zukunft im traditionellen Autokauf mit Barzahlung – was heute noch von zwei Dritteln bevorzugt wird. Unterschiedliche Arten des Mietens, die derzeit erst von jeweils sechs Prozent der Befragten in Anspruch genommen werden, sind für 22 bis 35 Prozent eine perspektivisch interessante Option.
  • Anschub: Verkehrsminister will Elektroauto-Prämie erhöhen
    Verdoppelung und Verlängerung des Umweltbonus | Verkehrsbereich muss Beitrag für Klimaschutzziele bis 2030 leisten

    Die bisherigen Bemühungen des Staates und der Autohersteller, den Verkauf von Elektrofahrzeugen anzukurbeln, sind bislang nicht aufgegangen. Der Anteil der Stromer an den Pkw-Neuzulassungen betrug 2018 nur 1,0 Prozent, im vergangenen April waren es 1,5 Prozent. Dieses Manko veranlasste Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), die bald auslaufende Kaufprämie für E-Autos verlängern und den Förderbetrag erhöhen zu wollen, wie es in Presseberichten heißt.
  • Streit um die Ökobilanz von Elektroautos
    Studie des Ifo-Instituts bestreitet Klimavorteile der Stromer | Verkehrsministerium und VW verteidigen Elektroantrieb

    Unter dem Druck des Klimawandels und einer kritischen Öffentlichkeit sind die Autohersteller gehalten, die immer strenger werdenden Emissionsgrenzwerte und Abgastests zu erfüllen. Volvo beispielsweise will aus dem Dieselantrieb ganz aussteigen und in absehbarer Zeit nur noch Elektrofahrzeuge bauen, die außerdem nicht schneller als 180 km/h fahren. Volkswagen setzt mittel- bis langfristig ganz auf E-Autos, forciert deren Entwicklung und Bau mit einem großen Spar- und Investitionsprogramm und fordert vom Staat den schnellen Ausbau von Ladestationen sowie Kaufprämien und Steuernachlässe.
  • Verkehrswende: Bessere Fuß- und Radwege, um das Auto öfter stehenzulassen
    Berlin und Nordrhein-Westfalen wollen Nahmobilität stärken

    Das rot-rot-grün regierte Berlin will den Fußverkehr als „gleichberechtigten Teil der Mobilität“ im neuen Landesmobilitätsgesetz verankern und damit aufwerten. Das geht aus einem Referentenentwurf hervor, der Anfang 2020 als Gesetz verabschiedet werden soll. Der darin enthaltene neue Abschnitt „Fußverkehr“ schaffe „eine wichtige Rechtsgrundlage für die Verkehrswende“, betont Regine Günther, parteilose Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.
  • Datenanalyse: Auf der Spur des Feinstaubs
    Berliner Wissenschaftler kombinieren große Mengen unterschiedlicher Daten

    Auf die Spur des Feinstaubs haben sich Wissenschaftler der TU Berlin und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) gemacht. „Dazu haben wir die Daten von rund 380 Feinstaubsensoren analysiert“, sagt Doktorand Mahdi Esmalioghli. Die Wissenschaftler möchten herausbekommen: Lässt sich durch die Kombination dieser Daten mit anderen Angaben, etwa zum Wetter oder zum Verkehr, ein automatisches System aufbauen, das „Erkenntnisse über die Zusammenhänge bei der Entstehung von Feinstaub in Berlin ermöglicht“? Denn nur wenn diese Beziehungen erkennbar werden, lassen sich überhaupt wirksame Maßnahmen zur Verringerung des Feinstaubs entwickeln, ist sich das siebenköpfige Forscher-Team sicher.
  • Nach zähem Ringen: EU-Parlament beschließt schärfere CO²-Grenzwerte für Autos
    Emissionen von neuzugelassenen Pkw sollen bis 2030 deutlich sinken | Hersteller noch weit entfernt

    Bereits Ende vergangenen Jahres hatten sich Unterhändler des EU-Parlaments und der Mitgliedsstaaten auf strengere Emissionsgrenzen für Neuwagen geeinigt. Ende März beschloss nun das EU-Parlament auf einer Sitzung in Straßburg die neuen Grenzwerte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Der Ministerrat der Mitgliedsstaaten muss noch zustimmen, das gilt als sicher. Demnach soll der CO2-Ausstoß in zwei Schritten gesenkt werden.
  • Die stadteigene Hamburger Hochbahn hat ihre mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellenbusse an den Hersteller zurückgegeben und damit ein über 15 Jahre laufendes Projekt beendet – wegen Lieferschwierigkeiten. Seit 2003 fuhren die umweltfreundlichen und leisen Busse, deren Abgase aus harmlosem Wasserdampf bestehen, im Hamburger Linienverkehr. Die Flotte umfasste bis zu neun Fahrzeuge und war zeitweise die weltweit größte ihrer Art. Sie sollte nach ursprünglicher Planung sogar flächendeckend ausgebaut werden.
  • Alternative Antriebe: Wer hat Angst vor Veränderung?
    Umfrage: Sind die Autofahrer mit der Antriebsart ihres Autos zufrieden? | Technische Neuerungen zeigen: Diesel muss nicht so schmutzig sein

    Die Autofahrer in China, Deutschland und den USA haben eines gemeinsam: Ob Verbrenner, Hybrid oder Elektro – in der Mehrheit möchten sie bei dem Motortyp bleiben, der ihr aktuelles Auto antreibt, auch wenn ein neues Fahrzeug ansteht. In China und Deutschland sind über 80 Prozent mit dem Antrieb ihres Wagens zufrieden, in den USA sind es sogar 90 Prozent. Auch die Fahrer von Elektro- und Hybridautos erwägen in der übergroßen Mehrheit keinen Wechsel zu einem anderen Antrieb. Das hat Continental durch eine von Infas durchgeführte repräsentative Befragung unter Autofahrern in China, Deutschland, Japan und den USA herausgefunden.
  • BGH sieht in Betrugssoftware einen Sachmangel
    BGH - VIII. Zivilsenat - Hinweisbeschluss vom 22.2.2019 – VIII ZR 225/17

    Bisher haben es Banken, Versicherungen und große Firmen immer wieder verstanden, Urteile der obersten Bundesgerichte gegen sie zu verhindern, indem im letzten Augenblick Revisionen zurückgenommen wurden oder weil sie sich mit den Geschädigten kurz vor der mündlichen Verhandlung mit hohen Geldbeträgen außergerichtlich einigten. Dann waren die obersten Gerichte gehindert, eine Entscheidung zu treffen.

    Rechtsassessor Friedrich-Wilhelm Wortmann

  • Wie bereits in der Unfallzeitung berichtet, beabsichtigt die deutsche Bundesregierung das Dieselfahrverbot in vielen deutschen Städten dadurch zu verhindern, indem die Überschreitung des europaweit festgelegten Grenzwertes vom 40 Mikrogramm Stickstoffoxid pro Kubikmeter Luft im Jahresschnitt als geringfügig angesehen wird und damit Dieselfahrverbote bei Überschreitung des Grenzwertes bis 50 Mikrogramm Stickstoffdioxid als unverhältnismäßig angesehen werden. Das ist im Sinne der Gesundheit der Bevölkerung an Hauptverkehrsstraßen ein fauler Gesetzesentwurf. Der Gesetzesentwurf nützt nur dem desolaten Image der deutschen Automobilhersteller.

    Rechtsassessor Friedrich-Wilhelm Wortmann

  • ÖPNV-Alternative: Statt im Bus zu stecken lieber über den Dächern schweben?
    Seilbahnen sind leise und emissionsfrei und könnten den Innenstadtverkehr entlasten | Überlegungen für München | Es gibt aber auch Einwände

    Megastädte haben ein neues Transportmittel entdeckt, um dem Verkehrschaos Herr zu werden: urbane Seilbahnen. Sie entzerren bereits im bolivianischen La Paz und im US-amerikanischen Portland das tägliche Durcheinander. In der türkischen Hauptstadt Ankara wurde 2014 die größte urbane Seilbahn Eurasiens in Betrieb genommen. Sie benötigt für die 3,2 Kilometer lange Strecke, die zwei Stadtteile miteinander verbindet, zehn Minuten.
  • WLTP-Einführung – mehr Sachlichkeit!
    Was steckt hinter dem Streit um die Einführung von WLTP, RDE und Euro 6d-temp?

    Seit Wochen erhitzen sich die Gemüter an der Frage, wer schuld ist am Einbruch der Pkw-Neuzulassungen. Im September betrug das Minus satte 30 Prozent, im Oktober noch sieben Prozent, weil viele Hersteller nicht mit der Umrüstung ihrer Autos auf die neue Abgasnorm Euro 6d-temp hinterherkamen, daher konnten sie viele Bestellungen nicht erfüllen.
  • Verwaltungsgerichte hatten bisher nur zweimal Diesel-Fahrverbote für eine Stadt in Nordrhein-Westfalen verhängt. Es handelt sich hierbei um Düsseldorf und Aachen. Die Unfallzeitung berichtete darüber. Ansonsten erfolgten nur Gerichtsurteile für Großstädte außerhalb von Nordrhein-Westfalen, obwohl hier die meisten betroffenen Städte liegen. Im Ruhrgebiet sind alle größeren Städte betroffen. In Essen, Dortmund, Duisburg, Bochum, Gelsenkirchen, Bottrop und Hagen sind die festgestellten Stickstoffoxidwerte zu hoch. Auch in diesen Städten hatte die Deutsche Umwelthilfe Klagen bei den zuständigen Verwaltungsgerichten erhoben.

    Rechtsassessor Friedrich-Wilhelm Wortmann

  • Ein weiteres Verwaltungsgericht hat ein Diesel-Fahrverbot für zulässig erachtet. Am 24.10.2018 hat das Verwaltungsgericht Mainz für die Stadt Mainz entschieden, dass Diesel-Fahrverbote verhängt werden müssen, wenn bis zum Sommer nächsten Jahres keine Verbesserung der Luft eintritt. Damit liegen nunmehr Diesel-Fahrverbote für die Städte München, Stuttgart, Düsseldorf, Aachen, Berlin, Frankfurt am Main und Mainz vor. Weitere Städte werden folgen, denn weitere Verwaltungsrechtsstreite um Diesel-Fahrverbote sind rechtshängig.

    Rechtsassessor Friedrich-Wilhelm Wortmann