Versicherer legen zunehmend Prüfberichte vor, die Gutachten widersprechen sollen. Amtsgerichte weisen sie zurück — mit einer Begründung, die jeder Sachverständige kennen sollte. Doch die nächste Generation dieser Berichte ist schon unterwegs.
Im Januar 2024 hat der BGH das Werkstattrisiko in einer Serie von Entscheidungen geordnet. Zweieinhalb Jahre später zeigt sich an den Instanzgerichten, was davon trägt — und mit welchen drei Mustern Versicherer weiter kürzen.
Ein Geschädigter ließ sein Fahrzeug im Urlaub in der Türkei reparieren und schwieg über die Kosten. Der BGH musste klären, ob das seinen Anspruch schmälert. Die Antwort führt zum Kern des Schadensrechts: Geschuldet ist der erforderliche Betrag, nicht der angefallene.
Der BGH hat am 24. März 2026 entschieden, dass ein Geschädigter, der sein Fahrzeug bisher ausschließlich in der Markenwerkstatt warten ließ, auch bei fiktiver Abrechnung nicht ohne Weiteres auf eine günstigere freie Werkstatt verwiesen werden kann. Selbst dann nicht, wenn er tatsächlich in einer freien Werkstatt hat reparieren lassen.
Wenn die Berufsbezeichnung kaum geschützt ist, warum sollen ausgerechnet unsere Rentner diese Möglichkeit nicht nutzen? Die Politik hat offenbar einen genialen Weg gefunden, um Altersarmut zu bekämpfen: Rentner müssen künftig keine Pfandflaschen mehr sammeln. Sie werden einfach Sachverständige. Schließlich ist die allgemeine Bezeichnung „Sachverständiger“ in Deutschland rechtlich nicht geschützt. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder ohne Sachkunde beliebige Gutachten erstellen oder Auftraggeber über seine Qualifikation täuschen darf. Auch nicht formal anerkannte Sachverständige müssen über entsprechende Fachkenntnisse und Erfahrungen verfügen.
Ein unbequemer Blick hinter die Kulissen der Suchergebnisse Wenn du heute bei Google nach einem Kfz-Sachverständigen, einem Unfallregulierer oder einem anderen Dienstleister suchst, passiert etwas Interessantes: Du wirst von Ergebnissen begrüßt, die möglicherweise nichts mit Kompetenz zu tun haben.
Wie digitale Schadensysteme die Sicht des Betroffenen systematisch ausblenden Ein Unfall passiert. Das Fahrzeug steht in der Werkstatt oder beim Autohaus. Anstelle eines qualifizierten Sachverständigen erscheint auf dem Bildschirm eine Eingabemaske: Fotos hochladen, Schaden melden, fertig. Innerhalb von Minuten liefert die Software eine Kalkulation. Schnell, digital, scheinbar präzise. Doch dabei bleibt genau das auf der Strecke, was im Schadensrecht von zentraler Bedeutung ist: die fachkundige Inaugenscheinnahme durch einen unabhängigen Sachverständigen.
Es ist ein Problem, das kaum jemand offen anspricht – und doch betrifft es einen erheblichen Teil der Branche: Werkstätten, Autohäuser und Abschleppdienste verlieren täglich Geld. Nicht durch schlechte Auftragslage oder fehlende Kunden, sondern durch strukturelle Fehlentscheidungen im eigenen Haus.
Der ARD-WDR Beitrag spricht ein Problem an, das in der Praxis seit Jahren bekannt ist: Nach Unfällen werden Gutachten, Reparaturrechnungen und einzelne Schadenpositionen häufig gekürzt. Unsere gesamte Branche ist der ARD bzw. dem WDR dankbar, dass dieses Thema einmal ernsthaft recherchiert und öffentlich gemacht wurde. Gerne laden wir die ARD oder den WDR auch dazu ein, sich mit den teils dubiosen Praktiken unqualifizierter Gutachter zu beschäftigen. Auch hier besteht aus unserer Sicht Aufklärungsbedarf, damit Verbraucher besser geschützt werden.
Beim VKS durfte ich einen Vortrag zum Thema „Oldtimer” halten und dabei auch die Gründung des neuen Berufsverbandes BDOSV – Berufsverband der Oldtimer-Sachverständigen – bekannt geben.
Rennerod, 27. Oktober 2025 – Auf Initiation von unserem Oldtimer-Experten und Vorstandsmitglied Roberto Galifi, haben sich der VKS Verband der unabhängigen Kraftfahrzeug-Sachverständigen e.V., der DEUVET Bundesverband Oldtimer Youngtimer e.V. und der BVSK Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen e.V., auf eine Reihe gemeinsamer Positionen zur Zukunft der historischen Mobilität verständigt. Im Mittelpunkt stehen der Erhalt des automobilen Kulturguts, klare Qualitätsstandards für Gutachten und Bewertungen, der umweltgerechte Betrieb klassischer Fahrzeuge sowie ein sachlicher Umgang mit Themen wie Ersatzteilversorgung und Zulassung.
Man stelle sich das einmal bildlich vor: Der Nachbar empfiehlt der Nachbarin eine Tablette gegen Kopfschmerzen – und schickt ihr danach eine Rechnung, als wäre er ein approbierter Arzt. Absurder Gedanke? Genau so klingt es, wenn ein selbsternannter „Gutachter“ glaubt, mit der Keule der „üblichen Honorare“ ordentlich abkassieren zu können – ohne Qualitätsnachweis, ohne Verbandseinbindung, ohne klare Honorarvereinbarung.
Teure Scheinausbildung –für rund 28.000 Euro . Wenn Sachverständige ohne Grundlagen auf Kunden losgelassen werden. In den vergangenen 2 Wochen wurde ich mehrfach gefragt, wie es sein kann, dass Lehrgänge zum Kfz-Sachverständigen staatlich finanziert werden – etwa durch Jobcenter oder Rentenversicherungsträger – obwohl die Absolventen weder die Voraussetzungen der Berufsverbände erfüllen noch über grundlegende technische oder juristische Kenntnisse verfügen. Eine Frage, die nicht nur legitim, sondern angesichts der aktuellen Entwicklung alarmierend ist.
Der Bundesgerichtshof hat dem Wildwuchs bei Online-„Zertifikaten“ einen Riegel vorgeschoben. Doch während unseriöse Anbieter gestoppt werden, leiden jetzt auch seriöse Fortbildungen. Ein Kommentar zur aktuellen Rechtslage. Von Roberto Galifi, Kfz-Sachverständiger VKS e.V. und Motorjornalist VDM e.V.
Ein Kommentar aus der Praxis – die Unfallzeitung ruft zum Handeln auf Was ist passiert? Die Kfz-Berufsverbände schlagen Alarm. Der Gesetzgeber sieht tatenlos zu, während der Markt der Sachverständigen immer mehr zum Tummelplatz für Unqualifizierte und Kriminelle wird. Die Versicherer? Sie schweigen – oder profitieren sogar. Die Leidtragenden sind die Verbraucher, die Werkstätten – und letztlich wir alle: durch steigende Beiträge, fehlerhafte Gutachten und manipulierte Schadenregulierungen.
Ein Erfahrungsbericht aus der Praxis zeigt eindrucksvoll, wie wichtig die regelmäßige Kontrolle und der rechtzeitige Wechsel der Bremsflüssigkeit ist – besonders bei älteren Fahrzeugen und unter hoher Belastung.
Fahrradfahren erfreut sich weltweit zunehmender Beliebtheit, sei es als umweltfreundliche Alternative zum Auto, als sportliche Betätigung oder einfach als praktisches Fortbewegungsmittel im urbanen Raum. Mit der steigenden Anzahl von Fahrradfahrern auf den Straßen wächst jedoch auch die Notwendigkeit, die Rechte und Pflichten dieser Verkehrsteilnehmer klar zu definieren und zu kommunizieren. Dieser Artikel beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen für Fahrradfahrer, ihre Pflichten im Straßenverkehr und die Maßnahmen, die zur Förderung eines sicheren Miteinanders aller Verkehrsteilnehmer beitragen können.
Die Unfallrekonstruktion ist ein entscheidender Prozess, um die Ursachen und Verantwortlichkeiten bei Verkehrsunfällen zu ermitteln. In den letzten Jahren haben technologische Fortschritte diesen Bereich revolutioniert und bieten nun präzisere und effizientere Methoden zur Analyse von Unfällen. Dieser Artikel beleuchtet die neuesten Technologien in der Unfallrekonstruktion und ihre Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit und die Rechtsfindung.
Die Einführung der 5G-Technologie markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Telekommunikation und verspricht, zahlreiche Aspekte unseres täglichen Lebens zu revolutionieren. Eine der spannendsten und potenziell lebensverändernden Anwendungen von 5G ist im Bereich der Verkehrssicherheit. Diese neue Generation der drahtlosen Kommunikation bietet nicht nur höhere Geschwindigkeiten und geringere Latenzzeiten, sondern auch die Möglichkeit, eine Vielzahl von Geräten und Systemen in Echtzeit zu vernetzen. In diesem Artikel werden wir die verschiedenen Wege untersuchen, wie 5G die Verkehrssicherheit verbessern kann, sowie die Herausforderungen und Bedenken, die mit dieser Technologie einhergehen.