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Autoindustrie: Streitfall Werkverträge
- Autor
- Roberto Galifi
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- Ressort
- Politik & Umwelt
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Die Gewerkschaft IG Metall unterstützt dieses Vorhaben. Nach ihrer Auffassung werden nicht nur Aufgaben an Externe vergeben, die für die entsprechenden Tätigkeiten kompetenter als das auftraggebende Unternehmen sind. Des Öfteren würden durch Werkverträge auch gängige Arbeiten des Unternehmens ausgelagert. Dadurch würden die Löhne unter das im Tarifvertrag festgelegte Niveau gedrückt und die Arbeitsbedingungen verschlechtert, kritisiert die Gewerkschaft. Mit dem Gesetz sollen die Betriebsräte verbindliche Informationsrechte über die Gründe, das Ausmaß und die Art und Weise der Auftragsvergabe erhalten. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft stärkere Mitbestimmungsrechte, um die Verdrängung bestehender Stammarbeitsplätze zu verhindern.
Von Seiten der Arbeitgeber wird diesem Anliegen widersprochen. Die Auftragsvergabe sei Teil der unternehmerischen Freiheit, ansonsten sei die Anpassungsfähigkeit der Industrie gefährdet. Grund für die Werkverträge seien zu hohe Löhne. Zudem wird darauf verwiesen, dass die Metall- und Elektroindustrie in den letzten drei Jahren viele neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen habe und dass die Branchenlöhne seit 2008 um fast 20 Prozent gestiegen seien.
Die IG Metall konnte vor kurzem bei BMW in Leipzig vereinbaren, dass der bayerische Autohersteller in erster Linie Logistikfirmen beauftragt, die an den Metalltarif gebunden sind. Die Gewerkschaft geht davon aus, demnächst bei Porsche eine ähnliche Vereinbarung zu erzielen.
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Quellen
- Text: Olaf Walther (Kb)