Zum Inhalt springen

Freitag, 21. August 2026 Unabhängig zu Unfallrecht, Gutachten und Schadenregulierung

Archiv RSS
Anmelden Anmelden

Marken 3 Min. Lesezeit

Autofarben: Ausdruck der Persönlichkeit und des Zeitgeistes

Kurz gefasst Wenn ein Autokäufer sein neues Gefährt auswählt, entscheidet er sich auch für eine Farbe. Was verbindet er mit ihr? Die Autofarbe ist Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, sagt der Verband der Automobilindustrie (VDA), und ebenso des Zeitgeistes. Bei der Farbwahl spielen zudem auch noch ganz andere Faktoren eine Rolle.
Roberto Galifi Herausgeber
Autor
Roberto Galifi
Veröffentlicht
Zuletzt geprüft
Lesezeit
3 Minuten
Ressort
Marken & Modelle
Quellen
1 belegte Quelle
Symbolgrafik: ein gezeichnetes Rad mit Speichen, beschriftet mit „Autofarben“.
Bild: Symbolgrafik · Unfallzeitung.de

Bei der Farbwahl der in Deutschland neu zugelassenen Pkw hat sich zwischen 1991 und 2015 eine regelrechte Trendwende vollzogen, wie eine VDA-Statistik auf Basis von Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes zeigt: Dominierten in den 90er Jahren die so genannten „Echtfarben“ Blau, Gelb, Grün und Rot mit einem Anteil von bis zu zwei Dritteln im Jahr 1995, so werden seitdem die „Fehlfarben“ Weiß, Schwarz und Grau immer stärker nachgefragt. Ihr Anteil stieg kontinuierlich von 25 auf heute 76 Prozent - Tendenz weiter steigend.
Rot steht für Wärme und Leidenschaft, aber auch für Mut und Stärke. Anfang der 90er Jahre war es mit rund 25 Prozent am beliebtesten, wurde aber Mitte des Jahrzehnts von Blau (Harmonie, Freundlichkeit, Zuverlässigkeit) als Spitzenreiter abgelöst. Ende der neunziger Jahre schob sich das sachlich-neutrale Grau (inkl. Silber) an die Spitze. Im Jahr 2004 zierte es fast jeden zweiten Neuwagen. Nach seinem Rückgang war 2011 erstmals das modern-funktionale und als konservativ geltende Schwarz die beliebteste Autofarbe (31 Prozent), bis die Autokäufer 2015 mit 29 Prozent wieder am häufigsten Grau wählten.

Weiß erlebt geradezu einen Boom. Es steht für Sauberkeit, Ehrlichkeit und Klugheit, ebenso wie für das Gute und das Neue. Es stieg in der Beliebtheit der Neuwagenkäufer von 1,6 Prozent im Jahr 2006 kontinuierlich auf jetzt 19,4 Prozent, erlitt aber 2015 erstmals eine leichte Abkühlung.

Gelb (inklusive Orange) behält seit 1991 eine Fangemeinde von stabil rund zwei Prozent. Wer sich für Gelb entscheidet drückt damit Optimismus und Lebensfreude aus. Braun wurde im selben Zeitraum mit 0,6 Prozent Anteilen von einer absoluten Randerscheinung im automobilen Farbspektrum zu einer wahrnehmbaren Farbe mit jetzt 4,7 Prozent – gerade hier zeigen sich auch die schillernden Neuentwicklungen der Lackhersteller, die mit verschiedenen Effekten die Farbtöne ordentlich aufpeppen. Großer Verlierer ist übrigens das Grün, das vor zwanzig Jahren bei nahezu jedem fünften Auto zu sehen war, jetzt erscheint es nur noch auf jedem hundertsten – es steht für Frische, Gesundheit und Leben.

Doch was sind das für Menschen, die sich für eine bestimmte Autofarbe entscheiden? Ford wollte es genauer wissen und gab eine Studie in Auftrag. Bei den etwas mehr als 200 Befragten in Großbritannien zeigten sich zum Teil deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern.

So beschreiben sich Frauen mit schwarzem Auto als intelligent und lösungsorientiert, aber auch als leicht reizbar, während sich Männer mit schwarzem Auto als impulsiv, unorganisiert und ablenkbar charakterisieren. Blau wird offensichtlich vor allem von harmonischen Frauen gewählt, die Konflikten lieber aus dem Weg gehen, aber dennoch willensstark sind. Anders die „blauen“ Männer: Sie sind eher gefühlsbetont und entscheiden gerne „aus dem Bauch heraus“.

Die britische Ford-Untersuchung ergab außerdem, dass silberfarbene Autos von Männern gefahren werden, die unter Stress cool bleiben. Männer in roten Autos hingegen gehen besonders organisiert, methodisch und zielorientiert vor. Wer einem Mann mit einem dunkelblauen Auto begegnet, hat es in der Regel mit einer konservativen Einstellung zu tun. Bei Frauen mit rotem, silbernem oder dunkelblauem Auto hat die Studie keine hervorstechenden Charaktereigenschaften festgestellt.

Weitersagen

Quellen

  • Quelle: KB