Zum Inhalt springen

Freitag, 21. August 2026 Unabhängig zu Unfallrecht, Gutachten und Schadenregulierung

Archiv RSS
Anmelden Anmelden

Politik 2 Min. Lesezeit

Autohersteller: Schwierigkeiten mit den CO²-Vorgaben

Kurz gefasst Eine der größten Herausforderungen besonders für europäische Autoproduzenten besteht – neben dem Preis und der Sicherheit der Automobile – in den strenger werdenden Emissionsvorgaben der Europäischen Union.
Roberto Galifi Herausgeber
Autor
Roberto Galifi
Veröffentlicht
Zuletzt geprüft
Lesezeit
2 Minuten
Ressort
Politik & Umwelt
Quellen
1 belegte Quelle
Symbolgrafik: ein gezeichnetes Balkendiagramm mit Verlaufslinie, beschriftet mit „Autohersteller“.
Bild: Symbolgrafik · Unfallzeitung.de

Ab 2020 soll demnach die Flotte eines Pkw-Herstellers, also alle verkauften Modelle, im Durchschnitt nicht mehr als 95 Gramm Kohlendioxid (CO²) pro gefahrenem Kilometer und Auto ausstoßen – das entspricht einem Verbrauch von 4,1 Liter Benzin oder 3,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Bei Überschreitung drohen empfindliche Strafzahlungen.

Eine aktuelle Untersuchung von „Transport and Environment“ (T & E), eines europäischen Dachverbandes ökologisch orientierter Verkehrsorganisationen, zeigte jüngst, dass die Autohersteller sich noch sehr mühen müssen, um die Vorgabe zu erreichen. T & E bescheinigt insbesondere Daimler, Nissan und Volvo einen Vorsprung in der Entwicklung, hält aber das Vorankommen insgesamt für zu langsam.

Die geringste Flottenemission kann derzeit Peugeot-Citroën (PSA) vorweisen. 2014 hatten die 1,4 Millionen Neuwagen aus Frankreich einen CO²-Ausstoß von 110 g/km. Auf PSA folgen auf den Plätzen zwei und drei Toyota (112,8 g/km) und Renault (113,6 g/km). Als bester deutscher Autobauer kommt Ford (Europa) erst auf Platz sechs (121,7 g/km), Volkswagen folgt als Achter (125,8 g/km). Daimler (131,5 g/km) und BMW (131,7 g/km) liegen auf den Rängen zwölf und dreizehn.

T & E erhebt seit zehn Jahren die CO²-Daten und registriert die Entwicklung der Unternehmen. Dabei stützt sich die Organisation auf die Statistik der Europäischen Umweltbehörde. T & E geht, das bisherige Entwicklungstempo vorausgesetzt, davon aus, dass sechs Autokonzerne die vorgegebene EU-Richtlinie bis 2021 erreichen (Volvo, Nissan, PSA, Toyota, Daimler und Renault), aber ganze neun sie verfehlen werden (VW, Ford, Mazda, BMW, Suzuki, Fiat, GM, Honda und Hyundai).

Weitersagen

Quellen

  • Text: Olaf Walther (Kb)