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Noch kein Durchbruch: Weltweit über zwei Millionen Elektro-Pkw
- Autor
- Roberto Galifi
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- Politik & Umwelt
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Um 60 Prozent stieg 2016 die Zahl der reinen Stromer und Plug-in-Hybride, insgesamt waren zwei Millionen Stromer unterwegs. Der Anteil am gesamten Pkw-Bestand betrug aber nur 0,2 Prozent, wie die Internationale Energieagentur (IAE) ermittelte. Bei ihrer Berechnung berücksichtigte die eigenständige Unterorganisation der OECD nur die Automärkte in China, Indien, Europa, Japan, Kanada, der Türkei und den Vereinigten Staaten.
Die Zahl nur der rein elektrisch betriebenen Personenwagen wuchs noch etwas stärker, und zwar von 750.000 auf 1,2 Millionen. Die meisten fuhren in China (483.000), mit Abstand folgten die USA (300.000) und Norwegen (98.000). Die Bundesrepublik rangiert mit 34.000 Elektroautos noch hinter den Niederlanden und Schweden.
Laut den Erhebungen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) sank 2016 die Zahl der Neuzulassungen strombetriebener Pkw in der Bundesrepublik sogar um 7,7 Prozent auf 11.410 Autos – trotz der Förderprämie. Am Gesamtbestand machten sie einen Anteil von 0,1 Prozent aus. Aber: Zwischen Januar und Mai 2017 stieg die Zahl der E-Pkw deutlich an, und zwar um 127 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Über zwei Millionen E-Fahrzeuge weltweit: Das ist eine Menge. Reicht aber nach Einschätzung der IEA bei weitem nicht aus im Kampf gegen die Klimaerwärmung: „Um die Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts zu erreichen, müsste die Zahl der Elektroautos bis 2040 auf 600 Millionen steigen“, lautet das Ergebnis der IEA. Dennoch sehen die Fachleute gute Chancen, die E-Fahrzeuge bis zum Jahr 2025 auf 40 bis 70 Millionen Einheiten zu erhöhen. Diese Einschätzung basiert der IEA zufolge auf jüngsten Aussagen der Autohersteller selbst.
Die Hindernisse für den Durchbruch der Stromer liegen in den anhaltend hohen Anschaffungskosten, in der – trotz aller Anstrengungen der Ingenieure – zu geringen Reichweite und dem lückenhaften Netz an Ladestationen. „Eine starke politische Unterstützung wird notwendig sein, um Elektroautos auf dem richtigen Weg zu halten“, fordert die Internationale Energieagentur.
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Quellen
- Text: Olaf Walther (Kb)