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Forschungsfahrrad: Warum sollen sich Radfahrer abstrampeln?
<p><strong>An der Karlsruher Hochschule werden alle möglichen Einflüsse auf das Fahrradfahren erforscht.</strong></p><p>Ein mit Sensorik vollbepacktes Forschungsfahrrad soll den Perspektivwechsel einläuten. „Bisher wurde der Radverkehr meist aus der Sicht von außen als eine Verkehrsart neben anderen erforscht“, kritisiert Jochen Eckart. Ein anderes Verständnis sei erforderlich, meint der Professor für Verkehrsökologie und Verkehrssystemmanagement an der Hochschule Karlsruhe, und aus diesem Grund müsse die Sicht des Radfahrers eingenommen werden.</p>
- Autor
- Roberto Galifi
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- Lesezeit
- 2 Minuten
- Ressort
- Sicherheit & Technik
- Quellen
- keine angegeben
<p class=„text-justify“><strong>Ein mit Sensorik vollbepacktes Forschungsfahrrad soll den Perspektivwechsel einläuten. „Bisher wurde der Radverkehr meist aus der Sicht von außen als eine Verkehrsart neben anderen erforscht“, kritisiert Jochen Eckart. Ein anderes Verständnis sei erforderlich, meint der Professor für Verkehrsökologie und Verkehrssystemmanagement an der Hochschule Karlsruhe, und aus diesem Grund müsse die Sicht des Radfahrers eingenommen werden.</strong></p><p class=„text-justify“>Eckart, seine Mitarbeiter und Studenten haben deshalb das „Sensor-Bike“ auf die Räder gestellt. Sie haben ein an sich gewöhnliches Fahrrad mit allerlei Technik bestückt: mit Leistungsmessern, Beschleunigungs- und Erschütterungssensoren, aber auch mit Vitalsensoren für den Fahrer, einem Klima- und Entfernungsmesser und sogar einer Kamera. Mit dem ersten Forschungsrad seiner Art in Deutschland soll untersucht werden, welchen Einflüssen der Radfahrer während der Fahrt ausgesetzt ist. Gesundheit, Sicherheit und Fahrkomfort stehen im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses.</p><p class=„text-justify“>Sensoren erfassen zum Beispiel, wie stark sich der Radfahrer anstrengen muss, wenn ihm der Wind ins Gesicht bläst oder die Straße leicht abschüssig ist. Auch die Beschaffenheit der Fahrbahnoberfläche wird berücksichtigt. Ob es regnet oder die Sonne brennt, fließt ebenso in die Untersuchung des Fahrkomforts ein wie die Lärm- und Schadstoffbelastung der Luft, der Radfahrer ausgesetzt sind. Ihre Sicherheit im Stadtverkehr wird zum Beispiel anhand des Seitenabstands und des Bremsverhaltens gemessen. „Mit dieser Forschung wollen wir wichtige Impulse für die zukünftige Radverkehrsplanung geben und unseren Beitrag zum Ausbau einer gesundheitsfördernden und emissionsfreien Mobilität leisten“, beschreibt Jochen Eckart die Motivation für die aufwändige Forschung.</p><p class=„text-justify“>Der Radverkehr in Deutschland wächst kontinuierlich. Im Zeitraum von 2002 bis 2017 war das Fahrrad neben dem ÖPNV das einzige Verkehrsmittel, das die Bundesbürger mehr nutzten - aus gesundheitlichen, ökologischen oder schlicht praktischen Gründen, denn im Sattel kommt man in der Stadt oft besser voran.</p><p class=„text-justify“>Die Karlsruher Wissenschaftler wollen deshalb unter anderem untersuchen, „wie sich die Gestaltung der Radverkehrsinfrastruktur auf den Kraftbedarf der Radfahrer“ oder auf deren Routen- und Verkehrsmittelwahl auswirkt. Aus den Ergebnissen ihrer Untersuchungen wollen sie Empfehlungen für den Bau von Radwegen, für Ampelschaltungen und Querungshilfen ableiten. Denn sie wollen erreichen, dass Radfahrer sicher, schnell und mit geringem Kraftaufwand an ihr Ziel kommen.</p>
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