Bilderkennung erkennt Dellen und Kratzer inzwischen zuverlässig. Der teure Teil eines Unfallschadens liegt aber selten dort, wo eine Kamera hinschaut — und die Systeme sind auf Daten trainiert, die diese Verzerrung fortschreiben.
Versicherer regulieren zunehmend automatisiert: Foto hochladen, Algorithmus prüft, Betrag wird überwiesen. Die Datenschutz-Grundverordnung setzt dieser Bequemlichkeit eine Grenze, die in der Schadenregulierung noch kaum diskutiert wird.
Bei einem Elektrofahrzeug kostet die Antriebsbatterie zwischen 10.000 und 30.000 Euro. Ob sie den Unfall überstanden hat, entscheidet über Totalschaden oder Reparatur — und lässt sich ohne Diagnose nicht sagen.
Ein verunfalltes Elektrofahrzeug ist kein Verbrenner mit anderem Antrieb. Wer es begutachtet, abschleppt oder abstellt, arbeitet an einer Anlage mit mehreren hundert Volt Gleichspannung — und braucht dafür eine Qualifikation, die viele Beteiligte nicht haben.
Versicherer rechnen vor, Sachverständige rechnen dagegen, und am Ende schätzt das Gericht. Diese Reihenfolge ist keine Formalie — sie entscheidet darüber, wer im Streit über Honorare, Mietwagen und Reparaturkosten das letzte Wort hat.
Darf sich ein Sachverständiger auf die BVSK-Honorarbefragung berufen, wenn er nicht Mitglied ist? Das Landgericht Leipzig sagte nein. Das Landgericht Schweinfurt sagt ja. Wir haben diese Frage vor einem Jahr anders beantwortet als heute — und erklären, warum.
Versicherer legen zunehmend Prüfberichte vor, die Gutachten widersprechen sollen. Amtsgerichte weisen sie zurück — mit einer Begründung, die jeder Sachverständige kennen sollte. Doch die nächste Generation dieser Berichte ist schon unterwegs.
Im Januar 2024 hat der BGH das Werkstattrisiko in einer Serie von Entscheidungen geordnet. Zweieinhalb Jahre später zeigt sich an den Instanzgerichten, was davon trägt — und mit welchen drei Mustern Versicherer weiter kürzen.
Ein Geschädigter ließ sein Fahrzeug im Urlaub in der Türkei reparieren und schwieg über die Kosten. Der BGH musste klären, ob das seinen Anspruch schmälert. Die Antwort führt zum Kern des Schadensrechts: Geschuldet ist der erforderliche Betrag, nicht der angefallene.
Der BGH hat am 24. März 2026 entschieden, dass ein Geschädigter, der sein Fahrzeug bisher ausschließlich in der Markenwerkstatt warten ließ, auch bei fiktiver Abrechnung nicht ohne Weiteres auf eine günstigere freie Werkstatt verwiesen werden kann. Selbst dann nicht, wenn er tatsächlich in einer freien Werkstatt hat reparieren lassen.
Rennerod, 27. Oktober 2025 – Auf Initiation von unserem Oldtimer-Experten und Vorstandsmitglied Roberto Galifi, haben sich der VKS Verband der unabhängigen Kraftfahrzeug-Sachverständigen e.V., der DEUVET Bundesverband Oldtimer Youngtimer e.V. und der BVSK Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen e.V., auf eine Reihe gemeinsamer Positionen zur Zukunft der historischen Mobilität verständigt. Im Mittelpunkt stehen der Erhalt des automobilen Kulturguts, klare Qualitätsstandards für Gutachten und Bewertungen, der umweltgerechte Betrieb klassischer Fahrzeuge sowie ein sachlicher Umgang mit Themen wie Ersatzteilversorgung und Zulassung.
Fahrradfahren erfreut sich weltweit zunehmender Beliebtheit, sei es als umweltfreundliche Alternative zum Auto, als sportliche Betätigung oder einfach als praktisches Fortbewegungsmittel im urbanen Raum. Mit der steigenden Anzahl von Fahrradfahrern auf den Straßen wächst jedoch auch die Notwendigkeit, die Rechte und Pflichten dieser Verkehrsteilnehmer klar zu definieren und zu kommunizieren. Dieser Artikel beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen für Fahrradfahrer, ihre Pflichten im Straßenverkehr und die Maßnahmen, die zur Förderung eines sicheren Miteinanders aller Verkehrsteilnehmer beitragen können.
Die Unfallrekonstruktion ist ein entscheidender Prozess, um die Ursachen und Verantwortlichkeiten bei Verkehrsunfällen zu ermitteln. In den letzten Jahren haben technologische Fortschritte diesen Bereich revolutioniert und bieten nun präzisere und effizientere Methoden zur Analyse von Unfällen. Dieser Artikel beleuchtet die neuesten Technologien in der Unfallrekonstruktion und ihre Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit und die Rechtsfindung.
Die Einführung der 5G-Technologie markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Telekommunikation und verspricht, zahlreiche Aspekte unseres täglichen Lebens zu revolutionieren. Eine der spannendsten und potenziell lebensverändernden Anwendungen von 5G ist im Bereich der Verkehrssicherheit. Diese neue Generation der drahtlosen Kommunikation bietet nicht nur höhere Geschwindigkeiten und geringere Latenzzeiten, sondern auch die Möglichkeit, eine Vielzahl von Geräten und Systemen in Echtzeit zu vernetzen. In diesem Artikel werden wir die verschiedenen Wege untersuchen, wie 5G die Verkehrssicherheit verbessern kann, sowie die Herausforderungen und Bedenken, die mit dieser Technologie einhergehen.
Versicherungsbetrug ist kein neues Phänomen, doch im digitalen Zeitalter haben sich die Methoden der Betrüger weiterentwickelt und verfeinert. Mit der zunehmenden Digitalisierung und dem Einsatz moderner Technologien sind sowohl die Möglichkeiten für Betrüger als auch die Werkzeuge zur Aufdeckung von Betrug vielfältiger geworden. Dieser Artikel beleuchtet die neuen Methoden des Versicherungsbetrugs und die Gegenmaßnahmen, die Versicherungen und Behörden ergreifen, um diesen zu bekämpfen.
In den letzten Jahren haben Dashcams, kleine Kameras, die an der Windschutzscheibe oder dem Armaturenbrett eines Fahrzeugs montiert sind, erheblich an Popularität gewonnen. Diese Geräte zeichnen kontinuierlich das Geschehen vor dem Fahrzeug auf und können im Falle eines Unfalls wertvolle Beweise liefern. Doch welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten in Deutschland für die Nutzung von Dashcams, und welche praktischen Vorteile bieten sie bei der Unfallaufklärung? Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Dashcam-Nutzung und gibt einen umfassenden Überblick über ihre Bedeutung im Straßenverkehr.
Die zunehmende Verbreitung von E-Scootern im urbanen Raum hat in den letzten Jahren nicht nur das Mobilitätsangebot bereichert, sondern auch neue Fragestellungen hinsichtlich Haftung und Rechtslage aufgeworfen. In der folgenden Abhandlung wird zunächst die juristische Einordnung dieser Fahrzeuge beleuchtet, bevor die Herausforderungen in der Beweisführung, die Verantwortung der Anbieter sowie die aktuelle gerichtliche Praxis eingehend erörtert werden. Dabei zeigt sich, dass sich der rechtliche Diskurs im Spannungsfeld zwischen innovativen Verkehrskonzepten und etablierten Regulierungen bewegt und kontinuierlich an die sich wandelnden Rahmenbedingungen angepasst werden muss.
Elektromobilität ist ein heiß diskutiertes Thema, besonders unter denjenigen, die noch nie ein Elektroauto gefahren haben. Es scheint, als hätten viele Verbrennerfahrer besonders viel zu sagen, obwohl ihre Erfahrungen oft auf Hörensagen und nicht auf tatsächlicher Nutzung basieren. Hier sind einige der häufigsten Argumente und die Fakten, die dahinterstehen.
Beim Erwerb eines Fahrzeugs stellt sich die Frage: Soll man kaufen, leasen oder ein Auto-Abo abschließen? Jede dieser Finanzierungsarten hat ihre Vor- und Nachteile. In diesem Artikel vergleichen wir die drei Modelle hinsichtlich Kosten, Flexibilität und langfristiger Wirtschaftlichkeit.
Beim Autokauf denken viele zunächst an den Anschaffungspreis. Doch die tatsächlichen Kosten entstehen im Betrieb: Kraftstoff, Versicherung, Steuern, Wartung, Wertverlust und Finanzierung. Diese sogenannten „Total Cost of Ownership“ (TCO) sind entscheidend für die langfristige Wirtschaftlichkeit eines Fahrzeugs. In diesem Artikel vergleichen wir die Unterhaltskosten von Elektroautos (E-Autos), Benzinern und Dieselfahrzeugen anhand aktueller Daten.